TEERTRÄNEN
(Tears of Tar)
2024, Performance mit 18 Performer*innen im öffentlichen Raum, Oranienplatz Berlin
Wer hat das Recht zu trauern – und wer nicht? Teertränen ist eine 15-minütige Performance im öffentlichen Raum, die am 18. Mai 2024 den Nakba-Gedenktag in Berlin eröffnete – als Akt kollektiver Trauer. Sie ist all jenen gewidmet, die in während des andauernden Genozids in Gaza verwundet, verschleppt, inhaftiert oder getötet wurden. Vor dem Hintergrund der Verbote von Nakba-Demonstrationen in den Jahren 2022 und 2023 forderte die Performance das Recht auf kollektive Trauer im öffentlichen Raum zurück. Durch choreografierte Bewegung, Stille, ritualisierte Gesten und Farbe verwandelten 18 Performe*rinnen den Oranienplatz in einen Ort der Zeugenschaft. Teertränen forderte den Raum für kollektives Innehalten, Erinnern und Trauer zurück - und eröffnete zugleich einen Raum für Solidarität, Verantwortung und die Würdigung von Widerstandskraft.
Teertränen (2024, Probe, 2:18min)
Teertränen (2024, Performance Oranienplatz, Berlin, 3:36min)
Rehearsal
Performance
Konzept
Pary El-Qalqili & Maiada Aboud
Performance Images
Esra Gültekin
Rehearsal Images
Christiane Schmidt
Gesang
Enana